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S- Stillen

*Gastbeitrag* von Julia Munz Familienbegleitung

Das bin ich mit meinem kleinen Sohn. Es ist eins der letzten Stillbilder von uns zwei. Insgesamt dauerte unsere Stillbeziehung 20 Monate. Ich stillt seinen Hunger, seinen Durst, sein Bedürfnis nach Trost, Nähe und Geborgenheit, an meiner Brust. Er stillt seinen Hunger, seinen Durst, sein Bedürfnis nach Trost, Nähe und Geborgenheit, an meiner Brust. Dass ich meine Kinder mal "so lange" stillen würde, konnte ich mir, bevor ich Mutter wurde gar nicht vorstellen. Für viele ist es in unserer Gesellschaft immer noch befremdlich, wenn ein Kleinkind an der Brust trinkt. Dabei hört dieses Bedürfnis nach nach Nähe, Trost und Geborgenheit ja nicht plötzlich auf, nur weil aus unserem Baby ein Kleinkind wird. Im Gegenteil, Kinder und Mütter profitieren auf vielen Ebenen von einer langen Stillzeit. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Anzahl der Abwehrstoffe in der Muttermilch im 2. Lebensjahr nocheinmal ansteigt, um so dem mobileren Kind einen besseren Schutz vor Krankheiten zu bieten? Oder dass eine lange Stillzeit bei der Mama das Risiko senkt, an Brustkrebs zu erkranken?
Das natürliche Abstillalter von Menschenkindern liegt irgendwo zwischen 2, 5 und 7 Jahren. Eine ganz schöne Spannbreite, oder? Verständlich, dass da viele Kinder nicht plötzlich mit dem 1. Geburtstag das Interesse am Stillen verlieren. Wenn eine Mama allerdings nicht (mehr) stillen möchte, gibt es zum Glück so viele andere schöne Wege, all diese Bedürfnisse zu stillen. Wie lange eine Stillbeziehung dauert, sollten wir also nicht vom Alter der Kinder ausmachen, sondern immer dem jeweiligen Mutter- Kind-Paar überlassen. Es gibt nicht den einen Zeitpunkt, an dem unsere Kinder auf einmal zu groß dafür sind. Mein Sohn und ich haben unser Stillzeit jedenfalls auch über das erste Lebensjahr hinaus sehr genossen und ich erinnere mich gerne daran zurück ❤️

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