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Q- Qualität

*Gastbeitrag*  von Familienleben Ruhr

„Wow, ist doch toll für euch Eltern! Endlich mal ganz viel Zeit mit euren Kindern!“ Den Satz haben wir Eltern in den letzten Wochen so oft gehört. Etwas zu oft vielleicht. 
Ja, die Zeit mit Kindern ist Endlich. Irgendwann sind sie groß und brauchen uns (vielleicht) nicht mehr.  Deswegen sollten wir doch so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen und nicht auf der Arbeit, in Fortbildungen, beim Sport, im Kino oder im Urlaub ohne sie, oder?

Klingt erstmal total lauschig und romantisch. Von morgens bis abends immer zusammen, kuscheln, spielen, basteln... ach ja, wie in der Margarine Werbung. Blöd nur, das Kinder groß bekommen nicht nur daraus besteht, sondern auch aus Wutanfällen, Krach, Unordnung, Streit, stinkenden Windeln, klebrigen Händen und verrotzten Nasen. Und als Bonus gibt es auch keinen Automatismus der uns zu begeisterten Bastlern, Brettspielern, Puppeneltern, Köchen oder Spielplatzfans macht. Ernsthaft nicht! Und da ist auch nichts bei den Eltern kaputt, wenn sie Vorlesen nicht mögen oder nicht Stunden lang Figurenarmeen aufbauen wollen. Schaut euch z.b. eure PartnerInnen an. Mögen die immer das Gleiche wie ihr? Ist das schlimm? Liebt ihr euch deswegen weniger? 
Zusätzlich bedeutet Kinder begleiten Fremdbestimmt sein und zwar konstant und das teilweise auch wenn eine 2. Person im Haushalt anwesend ist. „Mama soll das machen!“
Fehlende Selbstbestimmung frisst uns auf, egal wie sehr wir den anderen lieben. Und es ist unsere Aufgabe als Eltern dafür zu sorgen, das es UNS gut geht! 
Nichts ist schlimmer für die Beziehung zu einem Kind als erschöpfte, unglückliche Eltern, die zwar anwesend aber nicht DA sind. 
Wir brauchen den Ausgleich, das Auftanken, das Abwesend sein um anwesend sein zu können. Qualität statt Quantität. Ihr könnt auch mit einer 40 Stunden Woche gute Eltern mit einer starken Beziehung zum Kind sein, wenn ihr in der Zeit in der ihr da seid auch präsent seit. Und genauso kann ich ohne Job mit Kindergarten freien Kindern ein ganz schrecklicher Elternteil sein, auch wenn ich dabei großartige

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