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C- Clan

GASTBEITRAG von Annika



Erdmännchen sind selten allein. Alleine leben können sie gar nicht, sie werden krank und würden verkümmern. Sie benötigen dringend die Gesellschaft ihrer Gruppe. Auch, und erst recht, wenn sie ihren Nachwuchs aufziehen!

Tja, wir Menschen haben mit diesen niedlichen Tieren also was gemeinsam: Auch wir sind eine „kooperativ aufziehende Art“ und von Natur aus dafür gemacht unsere Kinder gemeinsam zu versorgen, zu lehren und zu begleiten.

Wer (kleine) Kinder hat, spürt gerade jetzt durch die Corona-Kontaktbeschränkung noch schmerzlicher als im normalen Alltag was die Abwesenheit unseres „Clans“ mit uns macht. Und mit unseren Kindern. Es ist völlig normal, dass ihr das alleine alles „nicht schafft“. Das hat sich die Evolution so ja auch nicht vorgestellt. Der Clan fehlt an allen Ecken und Enden, das erschöpft uns #Coronaeltern extrem.

Der Clan hat übrigens nicht unbedingt mit irgendwelchen verwandtschaftlichen Verhältnissen zu tun. Es braucht keinerlei Übereinstimmung in den Genen um einen Clan zu formen. Befreundete Familien, die Erzieher*innen aus der Kita, Schulfreunde, Nachbarn, die Leihoma, eine Patentante, die Postbotin... sie alle können Teil eures Clans sein und ihren kleinen wichtigen Teil zur Unterstützung eures Familiensystems beitragen. Es lohnt sich sehr, mit offenen Augen und Herzen durch das Leben zu gehen, um den eigenen Clan zu bilden, zu pflegen und zu fördern.

Wer gehört normalerweise zu deinem Clan? Wie „ersetzt“ ihr euren Clan, jetzt, da direkter Kontakt nicht möglich ist?