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G- Gärtnern

*Gastbeitrag* von @mamamitintuition

Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir Besuch von (kinderlosen) Bekannten, die uns voller Überzeugung verkündet haben, wir würden 2020 keine einzige Pflanze mehr auf dem Balkon haben, weil Kleinkinder alles ausreißen und kaputt machen.

Wir sprechen Kindern oft Fähigkeiten ab, weil sie angeblich zu klein sind. Dabei beobachten sie uns so genau und helfen so gerne - auch beim Gärtnern. So habe ich meinen Balkon kindgerecht gemacht:
Der Balkon ist eine Ja-Umgebung mit Kompromissen. Es gibt keine giftigen Pflanzen. In den vorderen Reihen stehen robuste Pflanzen (z.B. Lavendel) und solche, die ein bisschen Stress vertragen (Kräuter). Meine Heiligtümer sind die Tomaten. Einige stehen außer Reichweite, so hätte ich selbst noch welche, wenn die Laus ein paar köpft. Bei den restlichen habe ich ihr am Anfang gezeigt, dass wir sie streicheln und nicht abreißen. Das klappt wunderbar.

Am schönsten ist es, die Kinder einfach miteinzubeziehen. Das macht es auch viel entspannter als immer mit gehobenem Zeigefinger hinterher zu rennen. Sie können Pflanzlöcher buddeln, Erde umschütten, stabile Pflanzen (fast) selbstständig einpflanzen, gießen, ernten. Vielleicht habt ihr sogar Platz für ein eigenes Kinderbeet 😊 Ein großer Faktor ist Vertrauen. Vertraut in die Fähigkeiten eurer Kinder, vertraut darauf, dass sie euch (und dem Grünzeug) nie absichtlich schaden wollen und darauf, dass Pflanzen in freier Wildbahn auch so einiges aushalten 

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